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Version: 1.4

FwDV 1

Feuerwehr-Dienstvorschrift 1

warnung

Dies ist kein offizielles Dokument sondern nur eine Zusammenfassung und Lernhilfe. Die offizielle Version ist hier Downloadbar: FwDV1 - Saarland

Grundtätigkeiten – Lösch- und Hilfeleistungseinsatz

Stand: September 2006 (redaktionelle Änderungen bis März 2007)


1 Einleitung

Die bundeseinheitlichen Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV) gelten für alle Feuerwehren des Bundesgebietes. Zweck ist die Herstellung und Sicherstellung einheitlicher Standards im Feuerwehrdienst – sowohl für die Ausbildung als auch für den Einsatz.

Die Vorschriften beschränken sich bewusst auf das für einen geordneten Einsatz unbedingt Erforderliche.

Die FwDV 1 legt die Grundtätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz fest. Grundlage ist die Ausrüstung des Löschgruppenfahrzeuges (ggf. mit Zusatzbeladung), einige Geräte gehören zur Beladung des Rüstwagens.

Allgemeine Grundsätze:

  • Sicheres und schnelles Arbeiten erfordert das Beherrschen zweckmäßiger Handgriffe und Bewegungsabläufe
  • Grundsätze der Unfallverhütungsvorschriften sind bei Ausbildung und Einsatz zu beachten
  • Angaben „links" und „rechts" beziehen sich auf die Fahrt- oder Fließrichtung
  • Fahrzeugeinrichtungen und feuerwehrtechnische Beladung dürfen nur von entsprechend unterwiesenen Angehörigen angewendet werden
  • Funktionsbezeichnungen gelten für weibliche und männliche Feuerwehrangehörige

2 Persönliche Schutzausrüstung

Die PSA wird durch Unfallverhütungsvorschriften, Regeln der Unfallversicherungsträger sowie landesrechtliche Regelungen vorgegeben. Die nachfolgenden Angaben sind beispielhaft und nicht abschließend.

2.1 Mindestschutzausrüstung

  1. Feuerwehrschutzanzug
  2. Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
  3. Feuerwehrschutzhandschuhe
  4. Feuerwehrschutzschuhwerk

Kombinationsbeispiele für den Feuerwehrschutzanzug:

  • Feuerwehreinsatzhose + Feuerwehreinsatzjacke
  • Feuerwehreinsatzhose + Feuerwehrüberjacke
  • Feuerwehrüberhose + Feuerwehrüberjacke

Hinweis: Die dargestellten PSA-Varianten können auf Grund von Ländervorschriften abweichen.


2.1.1 Ergänzungen für den Löscheinsatz

Entsprechend den Erfordernissen, z. B.:

  1. Feuerwehr-Haltegurt mit Feuerwehrbeil
  2. Gesichtsschutz
  3. Feuerwehrleine mit Feuerwehrleinenbeutel
  4. Atemschutzgerät
  5. Warnkleidung
  6. Hitzeschutzkleidung

Abweichungen sind gemäß „UVV Feuerwehren" auf Befehl des Einheitsführers möglich.


2.1.2 Ergänzungen für den Hilfeleistungseinsatz

Entsprechend den Erfordernissen, z. B.:

  1. Feuerwehr-Haltegurt mit Feuerwehrbeil
  2. Gesichtsschutz
  3. Feuerwehrleine mit Feuerwehrleinenbeutel
  4. Atemschutzgerät
  5. Warnkleidung
  6. Schutzbrille
  7. Gehörschutz
  8. Schnittschutzkleidung

Abweichungen sind gemäß „UVV Feuerwehren" auf Befehl des Einheitsführers möglich.


2.2 Warnkleidung

Alle Feuerwehrangehörigen, die der Gefahr durch fließenden Verkehr ausgesetzt sind, tragen Warnkleidung (z. B. Warnweste oder Feuerwehrüberjacke mit Warnfunktion).


2.3 Gesichtsschutz

Der Gesichtsschutz zum Feuerwehrhelm (Klappvisier) ist zu verwenden bei Gefahren für Gesicht und Augen, z. B. durch:

  • Splitter
  • wegschnellende Teile
  • Funken
  • Spritzer gefährlicher Stoffe

2.4 Schutzbrille

Die Schutzbrille ist bei besonderen Augengefahren zu verwenden, z. B.:

  • Metallfunken beim Einsatz der Trennschleifmaschine
  • Kann kombiniert mit dem Klappvisier verwendet werden

Beim Einsatz von Brennschneid- oder Plasmaschneidgerät:

  • Speziell zugehörige Schutzbrillen tragen (Schutz vor Fremdkörpern und UV-Strahlung)
  • Das Klappvisier sollte nicht verwendet werden (Ansammlung von Atemgiften vermeiden)

2.5 Schnittschutzkleidung

  • Beinlinge oder Schnittschutzhose mit rundumlaufendem Schnittschutz
  • Vorgeschrieben beim Einsatz der Motorkettensäge

2.6 Hitzeschutzkleidung

Schützt vorgehende Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung gegen Strahlungswärme.


3 Einsatzausrüstung

Ergänzungen und Abweichungen von der Einsatzausrüstung sind je nach Lage zulässig.

3.1 Einheitsführer

  • Handsprechfunkgerät
  • ggf. Funktionskennzeichnung
  • Beleuchtungsgerät

3.2 Melder

  • ggf. Beleuchtungsgerät
  • Handsprechfunkgerät

Hinweis: In einigen Ländern trägt der Melder auch beim Löscheinsatz einen Feuerwehr-Haltegurt.


3.3 Truppführer und Truppmann

3.3.1 Einsatzausrüstung im Löscheinsatz

(Trupp als Angriffstrupp für den Atemschutzeinsatz und Sicherheitstrupp nach FwDV 7)

Der Einheitsführer kann Abweichungen befehlen, auch für zusätzliche Ausrüstung (Isoliergeräte, Brand-Fluchthauben, Feuerwehraxt u. a.).

Befehl: „Zum Einsatz fertig!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, Verteiler, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannC-Strahlrohr, C-Druckschläuche, Schlauchhalter

Befehl: „… 1. Rohr … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, Verteiler, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannC-Strahlrohr, C-Druckschläuche, Schlauchhalter

Befehl: „… B-Rohr … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, Verteiler, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannB-Strahlrohr, Stützkrümmer, B-Druckschläuche, Schlauchhalter

Befehl: „… Schaumrohr … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, Verteiler, 2 Schaummittelbehälter (bei Fehlen des Schlauchtrupps), ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannSchaumstrahlrohr, Schlauchhalter, B-Druckschläuche, Zumischer und D-Ansaugschlauch (bei Fehlen des Schlauchtrupps)

Befehl: „… Schnellangriff … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannSchnellangriffsrohr, Schlauchhalter

Der Sicherheitstrupp nach FwDV 7 rüstet sich mindestens wie der Angriffstrupp aus.


3.3.2 Einsatzausrüstung im Hilfeleistungseinsatz

(Trupp als Angriffstrupp)

Bei der Menschenrettung sollte der Trupp medizinische Einweghandschuhe unter den Feuerwehrschutzhandschuhen tragen.

Befehl: „… zum Einsatz fertig!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannFeuerwehr-Verbandkasten oder Sanitätsausrüstung, Brechstange

Befehl: „… zur Menschenrettung … mit Brechwerkzeug … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannFeuerwehr-Verbandkasten oder Sanitätsausrüstung, Brechwerkzeug

Befehl: „… zur Menschenrettung … mit Spreizer … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannFeuerwehr-Verbandkasten oder Sanitätsausrüstung, Brechstange

Anmerkung: Der Spreizer wird vom Schlauchtrupp vorbereitet und dem Angriffstrupp übergeben.

Befehl: „… zur Menschenrettung … mit Schneidgerät … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät
TruppmannFeuerwehr-Verbandkasten oder Sanitätsausrüstung, Brechstange

Anmerkung: Das hydraulische Schneidgerät wird vom Schlauchtrupp vorbereitet und dem Angriffstrupp übergeben.

Trupp mit sichernden Aufgaben (i. d. R. Wassertrupp)

Befehl: „… zum Sichern gegen den fließenden Straßenverkehr … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät, Warndreieck und Warnleuchte, auf Befehl: Warnflagge oder Stabwinker
TruppmannWarndreieck und Warnleuchte, auf Befehl: Warnflagge, Verkehrsleitkegel, Verkehrswarngerät (Blitzleuchten)

Befehl: „… zum Sichern gegen Brandgefahren … mit Pulverlöscher und Schnellangriff … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät, Pulverlöscher
TruppmannSchnellangriffsrohr

Anmerkung: Bei der Vornahme des Schnellangriffs wird der Sicherungstrupp vom Maschinisten unterstützt.

Befehl: „… zum Ausleuchten … vor!"

FunktionAusrüstung
TruppführerBeleuchtungsgerät, ggf. Handsprechfunkgerät, Flutlichtstrahler
TruppmannStativ mit Sturmverspannung, Aufnahmebrücke für Flutlichtstrahler, Abzweigstück, Leitungsroller

4 Auslegen von Druckschläuchen

4.1 Auslegen mit Schlauchtragekorb oder tragbarer Schlauchhaspel

  • Legt ein Trupp seine Leitung selbst aus: vom Verteiler in Richtung Einsatzstelle
  • Wird die Leitung von einem anderen Trupp ausgelegt: von der Einsatzstelle zum Verteiler
  • Bei der tragbaren Schlauchhaspel muss die Schlauchleitung von unten abrollen
  • Der Truppführer ist für eine ausreichende Schlauchreserve verantwortlich und unterstützt den Truppmann bei der Vornahme des Rohres

Richtwerte für die benötigte Schlauchanzahl:

  • Eine C-Länge zur Überwindung eines Geschosses
  • Mindestens eine C-Länge je abzusuchender Nutzungseinheit (Gebäudeabmessungen beachten)

4.2 Auslegen eines Rollschlauches

Auslegen des doppelt gerollten Schlauches durch:

  • Auswerfen, oder
  • Abrollen aus der Armbeuge

Bei beiden Methoden:

  • Eine Hand führt die Schlauchrolle
  • Die andere Hand erfasst beide Schlauchenden unmittelbar hinter den Kupplungen

4.3 Auslegen der Schnellangriffsleitung

  • Truppmann nimmt das Strahlrohr aus der Halterung und geht mit dem Truppführer vor
  • Ein weiterer Trupp unterstützt bei Bedarf beim Abziehen und Auslegen der Druckleitung
  • Auf Kommando „Wasser marsch!" öffnet der Maschinist das Absperrorgan und gibt Wasser

Wichtig: Bei Schnellangriffsleitungen mit C-Druckschläuchen ist darauf zu achten, dass diese vollständig ausgelegt werden!


4.4 Vornahme einer C-Druckschlauchleitung über Leitern

  • Leere C-Druckschlauchleitungen über tragbare Leitern dürfen nur bis zur Höhe des 1. Obergeschosses vorgenommen werden
  • Darüber hinaus muss der Schlauch mittels Feuerwehrleine hochgezogen bzw. hochgeführt werden

Verbote:

  • C-Druckschlauchleitung darf nicht am Körper befestigt werden
  • Schlauchleitungen dürfen nicht auf tragbaren Leitern verlegt oder befestigt werden

4.5 Auslegen mit fahrbarer Schlauchhaspel

  • Beim Absetzen arbeiten Wassertrupp und Maschinist zusammen
  • Absetzen der Ein-Mann-Haspeln erfolgt durch den Maschinisten
  • Die Schlauchhaspel wird an den Handgriffen gezogen
  • Der Schlauch muss von unten abrollen

4.6 Kuppeln von Druckschläuchen

  • B-Schläuche: grundsätzlich von zwei Feuerwehrangehörigen kuppeln
  • C-Schläuche: können von einem Feuerwehrangehörigen gekuppelt werden
  • Kuppeln erfolgt in der Regel von Hand, ggf. mit Kupplungsschlüsseln

Drehrichtung:

  • Zusammenkuppeln: im Uhrzeigersinn
  • Auseinanderkuppeln: gegen den Uhrzeigersinn
  • Beim Auseinanderkuppeln mit Kupplungsschlüssel: Schlüssel über Kreuz halten

4.7 Vornahme von Druckschläuchen

  • An Außenfronten oder in Treppenräumen: Schläuche an geeigneten Festpunkten durch Seilschlauchhalter oder Feuerwehrleine sichern
  • In Treppenräumen ohne Sicherung: Leitung auf der Treppe verlegen
  • Auf ausreichende Schlauchreserve achten
  • Beim Auslegen über Hindernisse (z. B. Zäune): Steckleiterteile als Schlauchstütze verwenden
    • Standsicherheit der Leiter beachten
    • Verbindung der Leiterteile in der Regel mit Mehrzweckleinen
  • Vorhandene Unterführungsmöglichkeiten von Verkehrswegen nutzen (Freiraum unter Gleisen, Rohrdurchlässe)

⚠️ Sicherheitshinweis: Der Gleiskörper darf erst nach Freigabe betreten werden.


4.8 Einsatz von Schlauchbrücken

  • Beim Überqueren von Straßen: mindestens zwei, besser drei Schlauchbrücken auf einer Fahrbahnseite
  • Anordnung so, dass Fahrzeuge verschiedener Spurbreite (PKW/LKW) die Leitung überfahren können
  • Auf Verkehrssicherung ist besonders zu achten

4.9 Zurücknehmen von Druckschläuchen

  • Schlauchleitung an geeigneten Stellen entkuppeln
  • Wasserschaden verhindern – Glatteisgefahr beachten

Entleeren:

  • Schlauch fortlaufend hochheben, oder
  • in abfallendem Gelände so legen, dass Wasser durch natürliches Gefälle abfließt

C-Druckschlauch:

  • In Buchten über die Schulter legen (Kupplungen vor dem Körper), oder
  • einfach oder doppelt rollen (wie B-Druckschläuche)

5 Handhabung und Bedienung von wasserführenden Armaturen

5.1 Verteiler

  • Der Verteiler wird an der befohlenen Stelle abgelegt
  • Anschließen der Leitungen an den Verteiler nach vorgegebener Reihenfolge

5.2 Strahlrohre

CM-Strahlrohr

  • Kuppeln und Halten: Truppmann
  • Entfernung des Mundstückes nur auf Befehl des Einheitsführers
  • Hebel nach vorn: Vollstrahl
  • Hebel nach hinten: Sprühstrahl

Sicherheitshinweise:

  • Sicherheitsabstände im Löscheinsatz in elektrischen Anlagen beachten
  • Angekuppelte Strahlrohre dürfen nicht im geöffneten Zustand abgelegt werden

BM-Strahlrohr

  • Ankuppeln mit Stützkrümmer an B-Druckschlauch: Truppführer und Truppmann
  • Entfernung des Mundstückes nur auf Befehl des Einheitsführers
  • Hebel nach vorn: Vollstrahl
  • Hebel nach hinten: Sprühstrahl

Sicherheitshinweise:

  • Sicherheitsabstände in elektrischen Anlagen beachten
  • BM-Strahlrohr mit Stützkrümmer: mindestens zwei Feuerwehrangehörige; B-Leitung stützt sich in der Achse des Stützkrümmers zum Boden ab (Schlauch ca. 5 m gerade verlegen)
  • BM-Strahlrohr ohne Stützkrümmer: mindestens drei Feuerwehrangehörige
  • Gilt auch bei unzureichender Standsicherheit trotz Stützkrümmer
  • Angekuppelte Strahlrohre dürfen nicht im geöffneten Zustand abgelegt werden

Hohlstrahlrohr

  • Kuppeln an C-Druckschlauchleitung: Truppmann
  • Vor Wasserabgabe: erforderlichen Sprühwinkel und Durchflussmenge einstellen

Sicherheitshinweise:

  • Sicherheitsabstände in elektrischen Anlagen beachten
  • Trupp muss mit Bedienung und Besonderheiten vertraut sein (Löschwasserverbrauch, Rückstoßgefahr, Wasserdampfbildung)
  • Bei Hohlstrahlrohr mit B-Kupplung: Stützkrümmer verwenden oder dritten Feuerwehrangehörigen einsetzen
  • Angekuppelte Strahlrohre dürfen nicht im geöffneten Zustand abgelegt werden
  • Herstellerangaben beachten

5.3 Schaumstrahlrohre und tragbare Zumischer

Schaumstrahlrohr

  • Kuppeln und Halten: Truppmann
  • Truppführer sichert Schlauchreserve und unterstützt anschließend den Truppmann
  • Schaumstrahlrohr erst auf das Objekt richten, wenn Schaum in gleichmäßiger Qualität erzeugt wird

Betriebshinweise:

  • Kein Brandrauch ansaugen
  • Luftzutrittsöffnungen nicht zuhalten
  • Richtigen Druck sicherstellen
  • Bei Kombinationsschaumstrahlrohren: Schaumart nur auf Befehl des Einheitsführers umstellen
  • Alle eingesetzten Geräte nach Benutzung gründlich mit Wasser spülen

Tragbarer Zumischer

  • Einbau in Fließrichtung (Pfeil beachten) zwischen Verteiler und Schaumstrahlrohr
  • Dosiereinrichtung auf erforderliche Zumischung einstellen
  • Ansaugschlauch ankuppeln und in den Schaummittelbehälter einführen

Sicherheitshinweise:

  • Schaum nicht in unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen einsetzen
  • Schaummittel sind wasser- und gesundheitsgefährdende Stoffe
  • Schaum nicht einatmen und verschlucken
  • Augenschutz anwenden

6 Wasserentnahme

6.1 Auslegen der Saugleitung

  • Einzelner Saugschlauch (1,60 m): möglichst senkrecht tragen (Unfallverhütung)
  • Zwei Saugschläuche: Transport durch zwei Feuerwehrangehörige
  • Beim Kuppeln: Saugschläuche zwischen den Beinen festhalten
  • Kupplungen von Hand vorkuppeln, durch Rechtsdrehen fassen, mit Kupplungsschlüssel nachziehen
  • Bei Schnellkupplungsgriffen: Griffe erfassen, Kupplungen gegeneinandersetzen (Griffe waagerecht), Knaggenteile jeweils nach rechts bis zum Anschlag drehen
  • Kuppeln beginnt am Saugkorb
  • Ein Trupp kuppelt, der andere unterstützt; bei weniger als drei Saugschläuchen richtet der Wassertrupp alleine her

Halteleine (Mehrzweckleine):

  • Am Saugkorb befestigen (vor dem Saugschutzkorb): Zimmermannsschlag oder Mastwurf und Spierenstich
  • An jedem Saugschlauch: Halbschlag
  • Halteleine an geeignetem Festpunkt befestigen
  • Besonders wichtig bei fließenden Gewässern und in Schächten

Ventilleine:

  • Mit Karabinerhaken in das Auge oder den Ring des Rückschlagorgans einhängen
  • Beim Anbringen des Saugschutzkorbes darf die Ventilleine nicht eingeklemmt werden

6.2 Wasserentnahme aus offenen Gewässern

  • Zuerst: Saugleitung durch den Maschinisten an die Pumpe ankuppeln
  • Dann: Zu-Wasser-Bringen und Positionieren der Saugleitung
    • Genügend tief eintauchen
    • Entgegen der Fließrichtung positionieren
  • Halteleine unter Spannung an geeigneter Stelle befestigen
  • Ventilleine lose verlegen und neben der Pumpe ablegen
  • Bei Tragkraftspritze: ggf. vor Anschluss der Saugleitung gegen Ab-/Verrutschen sichern

Alternativ kann auch eine Turbinentauchpumpe oder Tauchmotorpumpe verwendet werden.


6.3 Wasserentnahme aus Saugschacht

  • Schachtdeckel mit Schachthaken einseitig anheben und nach hinten wegziehen
  • Saugleitung fertigstellen, dann an die Feuerlöschkreiselpumpe ankuppeln und zu Wasser bringen

6.4 Wasserentnahme aus Löschwasser-Sauganschluss

Entnahme aus Löschwasserbrunnen, -behältern und -teichen erfolgt unter Verwendung von Saugschläuchen.


6.5 Wasserentnahme aus Hydranten

6.5.1 Unterflurhydrant

  • Klauenmutter muss bis zum unteren Anschlag heruntergeschraubt sein
  • Deckel der Straßenkappe abheben (festsitzende Deckel mit Unterflurhydrantenschlüssel lockern)
  • Nach Entfernen des Klauendeckels und Reinigung des Sitzes: Standrohr einsetzen und durch Rechtsdrehen festziehen
  • Drehen des Standrohroberteils: nur Rechtsdrehung zulässig
  • Einen Abgang am Standrohr öffnen
  • Hydranten mit Unterflurhydrantenschlüssel öffnen: bis zum Anschlag aufdrehen, dann eine halbe Umdrehung zurück
  • Spülen
  • Nach Schließen des Hydranten: zur Belüftung und Entwässerung einen freien Druckabgang öffnen
  • Bei Schachthydranten: vor dem Aufsetzen des Standrohres gründlich spülen

6.5.2 Überflurhydrant

Mit Fallmantel:

  • Durch Linksdrehen des Dreikants (Überflurhydrantenschlüssel) die Sperre des Fallmantels lösen → obere Ventilabgänge frei
  • Haubendeckel links bis zum Anschlag drehen, dann eine halbe Drehung zurück → Hydrantenventil öffnet
  • Über vorher geöffneten freien Druckabgang spülen

Mit freiliegenden oberen Abgängen:

  • Entsprechende Deckkapsel entfernen
  • Absperrventil durch Linksdrehen der Haubenspitze öffnen (Schlüssel)
  • Hydranten spülen, dann Druckschlauch anschließen

Bei Überflurhydranten mit Vorschieber: sinngemäß verfahren.


7 Einsatz von Kleinlöschgeräten

7.1 Kübelspritze A

  • Einsatz durch zwei Feuerwehrangehörige

7.2 Feuerlöscher

  • Einsatz gemäß Herstellerangaben (Brandklasseneignung, Warnhinweise)
  • Bei Inbetriebnahme: keine Körperteile in Wirkrichtung des Überdruckventils und des Löschstrahles
  • Nach Beendigung: Feuerlöscher auf den Kopf stellen und drucklos machen

8 Handhabung einfacher Hilfeleistungsgeräte

8.1 Brechstange

Verwendung als Hebel, bevorzugt für:

  • Anheben von Lasten
  • Öffnen von Türen
  • Vorbereiten von Türen für den Spreizer (bei KFZ-Unfällen)

Nachteil der geringen Hubhöhe durch Unterlegen eines Kantholzes ausgleichen.

Sicherheitshinweise:

  • Gesichtsschutz verwenden
  • Nicht mit dem Hammer auf Spitze oder Klaue schlagen (gehärtetes Material platzt ab)
  • Gleitgefahr bei Metall auf Metall → gleithemmende Zwischenlagen (z. B. Holz) verwenden
  • Last beim Heben stets durch Unterbauen sichern

8.2 Nageleisen

Verwendung für:

  • Ziehen von Nägeln
  • Aufbrechen von Holzkonstruktionen
  • Öffnen von Türen und Fenstern
  • Bewegen kleinerer Lasten

Sicherheitshinweise:

  • Beim Aufbrechen: Gesichtsschutz verwenden
  • Nageleisen nicht als Meißel oder Stemmeisen verwenden

Alternativ kann ein Brechwerkzeugsatz (Tragetasche mit gebräuchlichen Hilfsmitteln) zur Verfügung stehen.


8.3 Feuerwehr-Werkzeugkasten

Enthält weitgehend genormte, einsatztaugliche Werkzeuge. Mögliche Tätigkeiten:

  • Anziehen und Lösen von Rohrverbindungen
  • Trennen von Drähten
  • Sägen von Metallteilen
  • Anziehen und Lösen von Schraubenverbindungen
  • Meißeln von Stahl und Stein
  • Abdichten von Leitungen und Behältern

8.4 Feuerwehr-Elektrowerkzeugkasten

Für Sicherungsmaßnahmen an elektrischen Niederspannungsanlagen (insbesondere Freischalten). Enthält bis 1000 V isolierte Werkzeuge und Zubehör.

Ermöglicht:

  • Feststellen der Spannungsfreiheit
  • Ziehen von NH-Sicherungen
  • Sichern gegen Wiedereinschalten
  • Kenntlichmachen freigeschalteter Anlagen

⚠️ Sicherheitshinweis: Zur Handhabung ist Elektro-Fachpersonal einzusetzen.


8.5 Einreißhaken

Verwendung für:

  • Einreißen, Einstoßen und Herausziehen von Bauteilen und Gegenständen aus dem Gefahrenbereich
  • Besteht i. d. R. aus zwei Teilen (Holzstiel mit Haken + Verlängerungsteil)
  • Öse an der Stielhülse: Mehrzweckleine kann angebracht werden (unterstützt den Zug)

Sicherheitshinweise:

  • Gesichtsschutz verwenden
  • Einreißhaken nicht als Hebel verwenden
  • Nicht hinter dem Stielende stehen
  • Keine Personen im Wirkungsbereich herabfallender Teile

8.6 Schachtabdeckungen

  • Mineralölbeständig und flüssigkeitsdicht
  • Verwendung zum Schließen von Kanalisationseinläufen bei Freiwerden von Flüssigkeiten (z. B. gefährliche Stoffe, belastetes Löschwasser)
  • Mineralölbeständige Schaumstoffmatte unterlegen

8.7 Bindemittel

  • Dient zum Abstreuen und Binden von mit gefährlichen Flüssigkeiten (z. B. Mineralölprodukten) verschmutzten Oberflächen
  • Eignung des Bindemittels für den Stoff und die Oberfläche beachten
  • Bindemittel nach Gebrauch fachgerecht entsorgen

⚠️ Sicherheitshinweis: Bindemittel, das Flüssigkeiten aufgenommen hat, besitzt ähnliche Eigenschaften wie die aufgenommene Flüssigkeit → gleiche Vorsichtsmaßnahmen einhalten.


9 Verlegen von elektrischen Leitungen

Elektrische Leitungen verbinden den Stromerzeuger mit Arbeitsgeräten oder Beleuchtungsgeräten.

Ablauf:

  1. Trupp rüstet sich mit Leitungsroller aus
  2. Stecker des Verbrauchers vor dem Auslegen an die Steckdose der Verbindungsleitung anschließen (Verschmutzung vermeiden)
  3. Blindkupplungen zum Schutz vor Verschmutzung miteinander kuppeln
  4. Elektrische Leitung vollständig von Leitungsroller abrollen (verhindert unzulässige Erwärmung)
  5. Wird nicht die gesamte Länge benötigt: Rest in Buchten verlegen (keine Stolperfallen)
  6. Maschinist nimmt Stromerzeuger in Betrieb, zieht Zuleitung ab und schließt den Stecker nach vollständigem Aufbau an

Verlängerung:

  • Verlängerung mit einem zweiten Leitungsroller (50 m) möglich
  • Weitere Verlängerung ist nicht zulässig

Sicherheitshinweise:

  • Maximale Leitungslänge: 100 Meter (z. B. 2 × 50-m-Roller hintereinander)
  • Leitungsquerschnitt: mindestens 2,5 mm²
  • Stecker und Steckdosen gegen mechanische Einwirkungen schützen
  • Stecker und Steckdose sind nur dann druckwasserdicht, wenn sie arretiert sind
  • Verlegen über befahrene Straßen vermeiden; wenn unvermeidlich: Schlauchbrücken und Verkehrssicherungsmaßnahmen
  • Nicht in die Nähe von offenem Feuer und heißen Gegenständen bringen
  • Nicht mit Säuren oder Laugen in Berührung bringen
  • Nicht in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen
  • Nur an Stromerzeugern der Feuerwehr anschließen
  • Ausnahmsweise anderer Speisepunkt: nur über Personenschutzschalter (max. 30 mA, allpolige Abschaltung, Schutzleiterüberwachung, IP 54, druckwasserdichte Kupplung) – möglichst nahe an der Stromentnahmestelle

Zulässige Leitungslängen (Beispiele):

KonstellationZulässig?
S — 100 m — V✅ Zulässig
S — 100 m — V + weitere 10-m-Anschlussleitungen✅ Zulässig (Anschlussleitungen ≤ 10 m vernachlässigbar)
S — 50 m — V — 50 m — V✅ Zulässig
S — 100 m — V und V — 30 m — V❌ Unzulässig (mehr als 100 m zwischen zwei Verbrauchern)
S — 50 m — V + 30-m-Anschlussleitung❌ Unzulässig (Anschlussleitung > 10 m überschreitet zulässige Länge)

10 Beleuchtungsgeräte

10.1 Handscheinwerfer

  • Netzunabhängig; dient zum Ausleuchten beim Vorgehen an Einsatzstellen

Sicherheitshinweise:

  • Eignung für explosionsgefährdete Bereiche beachten
  • Nur in Verbindung mit zugelassenen, geschlossenen Batterien/Akkus verwenden
  • In explosionsgefährdeten Bereichen nicht öffnen
  • Nicht mit farbiger Vorsteckscheibe/Gelblichtkalotte zur Verkehrswarnung verwenden → ausschließlich zugelassene Warnleuchten

10.2 Kopfleuchte

  • Netzunabhängig; für enge Räume und Arbeiten, bei denen beide Hände frei sein müssen
  • Lampenkörper am Feuerwehrhelm nach Angaben des Helmherstellers befestigen

Sicherheitshinweise:

  • Eignung für explosionsgefährdete Bereiche beachten
  • Nur mit vorgeschriebenen Batterien/Akkus verwenden
  • In explosionsgefährdeten Bereichen nicht öffnen
  • Nicht mit farbigen Vorsteckscheiben zur Verkehrswarnung verwenden → ausschließlich zugelassene Warnleuchten

10.3 Flutlichtstrahler

  • Dient dem großflächigen Ausleuchten von Einsatzstellen
  • Ziel: blend- und schattenfreie Ausleuchtung, damit Gefahrenstellen erkannt werden

Aufbau (benötigte Teile):

  • Abzweigstück
  • Flutlichtstrahler
  • Aufnahmebrücke
  • Stativ mit Sturmverspannung

Aufbauablauf:

  1. Teile an befohlener Stelle bereitlegen
  2. Flutlichtstrahler, Aufnahmebrücke und Stativ verbinden
  3. Abstrahlwinkel einstellen
  4. Stativ im Regelfall ganz ausschieben
  5. Sturmverspannung vorher am Stativ befestigen
  6. Anschlussleitungen mit Abgängen des Abzweigstücks verbinden
  7. Abzweigstück an elektrische Leitung/Leitungsroller anschließen

Nach dem Ausschalten: mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, bevor Ab- und Verlastung erfolgt.

Sicherheitshinweise:

  • Nicht in Bereichen mit explosionsfähiger Atmosphäre einsetzen
  • Stecker/Steckdose nur druckwasserdicht wenn arretiert
  • Nicht anspritzen
  • Nicht werfen, Erschütterungen vermeiden

11 Tauchmotorpumpe

Elektrisch betriebene Feuerwehrpumpe, vorwiegend zur Förderung von Wasser im Lenzeinsatz.

Vorbereitungsablauf:

  1. B-Leitung zur Wasserabgabestelle aufbauen
  2. Druckschläuche sorgfältig auslegen (niedriger Druck → keine Knickstellen)
  3. Schlauchende gegen Schlagen sichern
  4. B-Leitung an B-Anschluss der Tauchmotorpumpe anschließen
  5. Mehrzweckleine mit Mastwurf und Spierenstich oder Karabinerhaken befestigen
  6. Tauchmotorpumpe mittels Mehrzweckleine zu Wasser lassen
  7. Danach Stecker an Steckdose der elektrischen Leitung anschließen

Sicherheitshinweise:

  • Keine brennbaren Flüssigkeiten, Säuren, Laugen oder Lösemittel fördern
  • Nicht in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen
  • Nur an genormten Feuerwehr-Stromerzeugern anschließen
  • Ausnahme: Anschluss nur über Personenschutzschalter (max. 30 mA, allpolig, IP 54, druckwasserdichte Kupplung)
  • Nicht an der elektrischen Anschlussleitung zu Wasser lassen
  • Anlaufkondensator (Metallhülse): darf nicht ins Wasser gelegt werden

12 Ziehen, Heben, Spreizen und Bewegen von Lasten

12.1 Hebebaum

  • Dient zum Heben und Bewegen von Lasten bei geringer Hubhöhe
  • Belastbarkeit begrenzt durch Bauart und Prinzip des einfachen Hebels

Sicherheitshinweise:

  • Gesichtsschutz verwenden
  • Belastbarkeit beachten
  • Last gegen Wegrutschen sichern
  • Last beim Heben durch Unterbauen sichern

12.2 Zug- und Anschlagmittel

Schäkel:

  • Zum sicheren Verbinden und Anschlagen von Drahtseilen, Anschlagketten, Rundschlingen und Hebebändern

Seile:

  • Entsprechend zulässiger Belastung: Sichern von Lasten, Anschlagen von Zugmitteln, als Zugmittel

Drahtseile:

  • Als Zugseil oder Anschlagseil; bei der Feuerwehr: Enden mit Schlaufen (Anschlagseile) oder Kauschen (Zugseile)
  • Empfindlich gegen Beschädigungen → Schlingen, Knickstellen, Drahtbruch vermeiden
  • Nicht knicken oder über scharfe Kanten führen → Kantenreiter verwenden
  • Zum Umlenken oder zur Kraftvergrößerung: Rolle verwenden
  • Vor Gebrauch auf volle Länge ausrollen

Sonstige Zug- und Anschlagmittel: Anschlagketten, Rundschlingen, Hebebänder

Sicherheitshinweise:

  • Nur zugelassene und geeignete Mittel einsetzen
  • Beim Umgang mit Drahtseilen: Schutzhandschuhe tragen
  • Beschädigte Drahtseile nicht einsetzen
  • Zulässige Belastung beachten
  • An Kanten: vor Abrieb und Beschädigung durch geeignete Unterlagen schützen
  • Drahtseile nur mit in Kauschen/Schlaufen befestigten Schäkeln verbinden/verlängern/befestigen
  • Kausche im Schäkel nicht verkanten
  • Schäkel nicht als Umlenkeinrichtung oder zur Befestigung auf der Seillänge verwenden
  • Schäkelbolzen vollständig einschrauben, dann eine halbe Umdrehung zurückdrehen
  • Schäkel nicht unter Spannung öffnen
  • Sicherheitsabstand zu unter Last stehenden Drahtseilen: mindestens 1,5-fache der Seillänge
  • Neigungswinkel bei Anschlagmitteln: max. 60°

12.3 Mehrzweckzug

Verwendung für:

  • Ziehen, Heben, Ablassen und Sichern von Lasten

Bedienelemente:

  • Vorschubhebel (mit Überlastsicherung/Scherstifte)
  • Rückzughebel
  • Schaltgriff (Arretieren und Lösen des Zugseils)

Anschlagen:

  • Last mit Anschlagmittel am Seilhaken befestigen
  • Mehrzweckzug in der Regel mit Anschlagmittel an einem Festpunkt befestigen (auch Erdanker möglich)

Sicherheitshinweise:

  • Zugseil nur für den Mehrzweckzug, nicht zu anderen Zwecken verwenden
  • Zugseil nicht über Kanten führen oder knicken
  • Zugseil nicht direkt an der Last befestigen
  • Schaltgriff nicht unter Last betätigen
  • Zulässige Belastung beachten
  • Bei wirksamer Überlastsicherung: nur noch Entlasten möglich → Last absichern oder ablassen
  • Nur vom Hersteller zugelassene Scherstifte verwenden
  • Zugseil erst nach Entlastung und Trennung von der Last durch Schaltgriff lösen
  • Sicherheitsabstand r zu unter Last stehenden Seilen: mindestens 1,5-fache der wirksamen Seillänge

12.4 Maschinelle Zugeinrichtung

  • Eingebaute Zugeinrichtungen in Feuerwehrfahrzeugen zum Ziehen und/oder Sichern von Lasten
  • Zug in Längsrichtung des Fahrzeugs und im Bodenzug (mit zulässigen Schrägwinkeln)
  • Am freien Ende des Zugseils: Vollkausche

Vor dem Einsatz:

  • Lenkung des Fahrzeugs gerade stellen
  • Feststellbremse in Betrieb nehmen (auf alle Räder wirkend)
  • Fahrzeug mit Unterlegkeilen sichern (vor Rädern der der Last zugewandten Achse)

Sicherheitshinweise:

  • Allgemeine Regeln für Drahtseile und Schäkel beachten
  • Herstellerangaben beachten
  • Zulässige Belastung nicht überschreiten
  • Zulässigen Schrägzugwinkel nicht überschreiten
  • Nicht zum Heben von Lasten verwenden
  • Fahrzeug nicht bewegen, solange Lasten angeschlagen sind oder gezogen werden
  • Sicherheitsabstand r zu unter Last stehenden Seilen: mindestens 1,5-fache der wirksamen Seillänge
  • Beim Aufspulen: Quetschgefahr für Hände → Abstand von ca. 1 m von der Propellerrolle

12.5 Spreizer

Hydraulisch betriebenes Gerät zum Spreizen, Drücken, Ziehen und Heben von Lasten. Hauptanwendung: Retten eingeklemmter Personen aus verunglückten KFZ (Türen öffnen, Dach hochdrücken).

Inbetriebnahme:

  • Hydraulikpumpe so abstellen, dass ausreichend Bewegungsfreiheit für Hydraulikschläuche bleibt
  • Hydraulikleitungen mittels Steckkupplungen verbinden

Ansetzen:

  • Stöße auf die zu rettende Person vermeiden
  • Ggf. Öffnungen zum Ansetzen vorbereiten (z. B. Türfalz mit Brechstange oder Spreizertechnik)

Sicherheitshinweise:

  • Gesichtsschutz verwenden
  • Bei mehreren hydraulischen Rettungsgeräten am gleichen Objekt: gegenseitige negative Beeinflussung beachten
  • Spreizer nur an vorgesehenen Griffflächen tragen und bedienen
  • Steckkupplungen gegen Verschmutzung schützen; nicht unverbunden und ohne Staubschutzkappe ablegen; Staubschutzkappen nach Schließen miteinander verbinden
  • Zum Spreizen nur Spreizerspitzen mit Außenriffelung verwenden
  • Spreizerarme nicht verkanten

Verwendung zum Ziehen mit Zugketten (Zubehör):

  • Verbindungselemente an geöffneten Spreizerarmen befestigen
  • Eine Zugkette an Festpunkt, andere an Last
  • Kettenglieder einhaken → auf wirksame Kettenlänge kürzen
  • Zug durch Schließen der Spreizerarme
  • Zugketten: nicht verdreht anschlagen, sicheres Anschlagen beachten

12.6 Rettungszylinder

Hydraulisch betriebenes Gerät zum Bewegen von Lasten durch Druck (ggf. auch Zug). Anwendung:

  • Retten eingeklemmter Personen (z. B. Abklappen des Fahrzeugvorderteils)
  • Abstützen und Aussteifen

Inbetriebnahme:

  • Hydraulikpumpe so abstellen, dass ausreichend Bewegungsfreiheit für Hydraulikschläuche bleibt
  • Hydraulikleitungen (Zu- und Rücklauf) durch Schließen der Steckkupplungen verbinden (wie beim Spreizer)

Sicherheitshinweise:

  • Gesichtsschutz verwenden
  • Fuß- und Kopfteil sicher an Last und Festpunkt ansetzen
  • Rettungszylinder darf nicht verkantet sein
  • Zylinderrohr und Kolbenstange nicht auf Biegung beanspruchen

12.7 Hebekissensysteme

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet – detaillierte Inhalte ergänzen nach Vorlage)


12.8 Hydraulische Winde

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet – detaillierte Inhalte ergänzen nach Vorlage)


12.9 Hydraulischer Hebesatz

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet – detaillierte Inhalte ergänzen nach Vorlage)


13 Trennen

13.1 Kappmesser und Gurtmesser

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.2 Holzaxt

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.3 Bolzenschneider

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.4 Motorkettensäge

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.5 Trennschleifmaschine

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.6 Schneidgerät

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.7 Brennschneidgerät

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

13.8 Plasmaschneidgerät

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


14 Abstützen

14.1 Abstützen von Lasten bei Hebevorgängen

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

14.2 Senkrechte und waagerechte Abstützungen

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


15 Transportieren von Verletzten

15.1 Krankentrage

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

15.2 Rettungstuch

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

15.3 Schleifkorbtrage

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

15.4 Schaufeltrage

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


16 Leinen und Seile

16.1 Handhabung von Leinen und Seilen

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

16.2 Knoten, Stiche und Brustbund

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

16.3 Befestigung und Hochziehen von Geräten

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

16.4 Einlegen der Feuerwehrleine in den Feuerwehrleinenbeutel

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

16.5 Einlegen des Kernmantel-Dynamikseils in ein Transportbehältnis

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


17 Sichern in absturzgefährdeten Bereichen

17.1 Halten

17.1.1 Halten mit Feuerwehrleine

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

17.1.2 Selbstsicherung mit Feuerwehr-Haltegurt

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

17.2 Auffangen

17.2.1 Seilsicherung mit Geräten zum Auffangen

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

17.2.2 Sichern im absturzgefährdeten Bereich

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

17.3 Hinweise zur Sicherheit

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


18 Retten und Selbstretten

18.1 Retten

18.1.1 Retten mit Gerätesatz Absturzsicherung

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.1.2 Retten mit Feuerwehrleine

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.1.3 Retten über Leitern

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.1.4 Retten mit Krankentrage

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.1.5 Retten mit Sprungtuch

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.1.6 Retten mit Sprungpolster

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.1.7 Hinweise zur Sicherheit

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


18.2 Selbstretten

18.2.1 Selbstretten mit Feuerwehr-Haltegurt mit Multifunktionsöse

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.2.2 Selbstretten mit Feuerwehr-Haltegurt ohne Multifunktionsöse

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

18.2.3 Hinweise zur Sicherheit

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)


19 Sichern von Einsatzstellen gegen fließenden Verkehr

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet – detaillierte Inhalte in Abschnitt 3.3.2 bereits teilweise beschrieben)


20 Sichtzeichen

(Abschnitt im Inhaltsverzeichnis gelistet)

Die Abschnitte 12.7–20 (Hebekissen, Abstützen, Transportieren, Leinen, Retten usw.) sind nur im offiziellen Dokument behandelt. Siehe hier: FwDV1 - Saarland